Widerstand gegen die Globalisierung des Kapitals, für Alternativen von unten
Willkommen auf der Homepage der Anti-Wef-Konferenz Das Andere Davos. Seit dem Jahr 2000 organisiert attac schweiz in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Gewerkschaften diese Tagung anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. An dieser internationalen Konferenz bringen wir AktivistInnen, GewerkschafterInnen, Intellektuelle und andere Interessierte aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen und diskutieren Ansätze für eine mögliche - aber auch dringend nötige - andere Welt.
Nächster Termin:
Freitag, 30. Januar 2009Die fetten Jahre sind vorbei:
Reperatur oder Systemwechsel in Zeiten der Krise ?
9. Ausgabe der Gegenveranstaltung zur Wef-Konferenz.
Kongresshaus Zürch, ab 15 UhrEntritt: 10.- bis 20.-
Trakt (ca. 150 kB)
Jahr für Jahr treffen sich Vertreter der 1000 grössten transnationale Konzerne und selbsternannte "globale Führer" am World Economic Forum (WEF) in Davos, um die globale Agenda zu beeinflussen und gemeinsam "den Zustand der Welt zu verbessern". Unter den Mitgliedfirmen gibt es gegen 100 "Strategische Partner", die sich besonders der Weltverbesserung verschrieben haben. Darunter befinden sich viele Finanzinstitute, die in den letzten Monaten für negative Schlagzeilen gesorgt haben: Lehman Brothers, Morgan Stanley, ABN Amro, JP Morgan Chase, Credit Suisse und natürlich die UBS. Aber auch der Nahrungsmittelmulti Nestlé gehört zu den strategischen Partnern des WEF.
Selbstentlarvung der Finanzdiktatur
Die so genannte Finanzkrise ist, ausgegangen von der US-Hypothekenkrise, mittlerweile auf der ganzen Welt spürbar. Die UBS, weltweit der grösste Vermögensverwalter und Top-Anbieter im Investment Banking und im Private Banking, hat bis heute über 50 Milliarden Franken abgeschrieben und 6000 Stellen abgebaut. Ohne das von SteuerzahlerInnen finanzierte Rettungspaket von 68 Milliarden hätte der globale Finanzkonzern den Konkurs riskiert. Die gleichen Leute, die immer gepredigt haben, dass der "freie Markt" ohne Staat alles besser kann, machen jetzt bei demselben Staat die hohle Hand. Sie zeigen uns, worum es tatsächlich geht: Privatisierung der Gewinne und Kollektivisierung der Verluste.
Weltmacht macht, was sie will
Neben den versinkenden Banken gleicht der Nahrungsmittelmulti Nestlé einem stabilen Dampfer. Letztes Jahr hat der globale Branchenleader wieder seine eigenen Rekorde gesprengt und einen Reingewinn von 10,6 Milliarden eingesackt. Im Oktober 2008 verkündete Nestlé stolz, dass der Konzern noch besser unterwegs ist als das Jahr zuvor. Kein Wunder ist Nestlé das Lieblingskind der Schweizer Wirtschaft schlechthin. Die Kosten für die Nestlé-Rekordgewinne zahlt aber auch hier die Allgemeinheit: Die Mitarbeitenden (Personalabbau, Produktionsverlagerungen, Zunahme von temporären Beschäftigungsverhältnissen, Gewerkschaftsfeindlichkeit), die LandwirtInnen (Druck auf die Produzentenpreise), die Umwelt (Übernutzung) und nicht zuletzt auch die KonsumentInnen (fragwürdige Produktqualität, Gentechnik). Solche Praktiken stossen auf Widerstand, was der Weltmacht aus Vevey gar nicht gefällt. Aber was wäre schon eine Weltmacht ohne CIA? Im Juni 2008 ist aufgeflogen, dass Nestlé (via Securitas) eine attac-Arbeitsgruppe infiltriert und ausspioniert hat, die zu Nestlé arbeitet. Im Anschluss an die erste Einvernahme vor Gericht liess Nestlé sogar verlauten, dass sie nicht ausschliesse, solche Massnahmen auch in Zukunft zu ergreifen...
Für eine Wirtschaft, die den Menschen dient
Die mächtigen Konzerne, die den "freien Markt" kontrollieren, machen was sie wollen. Sie werden dabei von den herrschenden Eliten weltweit unterstützt. Doch gegen das neoliberale Projekt der globalen Enteignung gibt es Widerstand, weltweit, auch in der Schweiz. Im Rahmen der Mobilisierungen gegen das WEF organisiert attac Schweiz zum neunten Mal die internationale Konferenz das "Andere Davos". Dieses Jahr beleuchten wir die Politik der "strategischen Partner" des WEF und befassen uns mit der Frage nach Alternativen zum neoliberalen Desaster.
Für Familien mit Kinder: Wir bieten eine Kinderbetreuung ab 17.00 Uhr an. Falls Sie davon profitieren wollen, melden Sie sich bitte bei schweiz@attac.org an.